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Lokrum
genießt seit 1976 den Reservatstatus von Waldpflanzen.
Die Insel ist sehr dich mit Vegetation bewachen. Von
insgesamt 0,7 km² Gesamtfläche sind 0,6 km²
mit Vegetation bewachsen. Zu der natürlichen Vegetation
gibt es aber auch noch Gärten, Spazierwege etc.
welche von Menschen gepflegt werden müssen. Eine
der wohl majestätischsten vegetativen Entwicklungen
ist der Wald der Steineichen und Manna-Eschen. Doch
ein Großteil davon wurde in der Vergangenheit
ausgebeutet, da dieses Holz sehr hochwertig ist. Auf
Lokrum kann man aber sehr viel Niederwald feststellen.
Die nächste darauf folgende Stufe wäre die
„Garrigue“. Dies ist eine offene Buschlandschaft.
Man kann auch einige Biotope, wie beispielsweise den
Trockenrasen und im Bereich der Felsen auch Trockenmauern,
Küstenkämme und Unkräuter ausfindig machen.
Es ist erstaunlich wie viele verschiedene Pflanzenarten
(es sind rund 400 Stück) aus einer so kleinen Fläche
gedeihen können. Sehr auffällig sind auch
die Steineichen, Immergrünbäume, welche bis
zu 20 Meter hoch und 1000 Jahre alt werden können.
Wenn man einen Spaziergang durch die Insel macht, so
würden sofort, wenn man am Lazarett vorbeikommt
einem auffallen, dass der heilige Baum der Weißheit
aus der Antike, der Lorbeer, rund ums Lazarett gedeiht.
Im Botanischen Garten Dubrovniks ist auch der Eukalyptus
vertreten. Eine dem Eukalyptus verwandte Pflanze, die
Myrte, ist auch in der Natur zu finden. Diese hat sehr
schöne blaue Beeren. Anzutreffen ist auch der Erdbeerbaum
(Blütezeit Herbst und Winter) und die Terpentinpistazie,
welche sehr widerstandsfähig ist. Ihr machen Hitze,
Trockenheit und das Meeressalz nichts aus, deshalb ist
diese Pflanze auch am Küstenstreifen zu sehen.
Im Aleppokiefernwald sind unter anderem zwei Kiefernarten
vertreten: Die Schirmpinie (20 Meter hoher Baum, charakteristische
regenschirmförmige Krone) und die Aleppokiefer,
welche damals von den antiken Griechen nach Kroatien
gebracht wurde und sich dem Klima angepasst hat. Die
Bäume im Aleppokiefernwald können aber ohne
menschliche Hilfe nicht überleben.
Abgesehen von den zahlreichen Baumarten gibt es auf
Lokrum beispielsweise auch Kletterpflanzen, Efeu und
den wilden Krapp. Auf Lokrum gedeihen auch seltene und
geschützte Arten der kroatischen Flora, welche
man im Botanischen Garten auf Lokrum bewundern kann.
Dort stößt man dann beispielsweise auch auf
den Jupiterbart, eine Wundkleeart die eine Höhe
von ca. 3 Metern erreichen kann und silbrig-seidige
Blätter mit blassgelben Blüten hat. Seit 1980
ist diese Pflanze, laut dem Kroatischen Roten Buch gefährdeter
Pflanze, geschützt. Des Weiteren trifft man auf
der Insel auch auf Kleeträubel und die Hölzerne
Wolfsmilch, welche an den Küstenfelsen gedeiht.
Am Fort Royal kann man die Putorie bewundern, welche
äußerst selten ist und im Herbst kleine rose
Blüten trägt. Solch eine Artenvielfalt auf
so kleinem Raum ist einmalig und es wurde schon Anfang
des 20. Jahrhunderts überlegt eine Akklimatisierung
(Gewöhnung an veränderte Klima- od. Umweltbedingungen)
exotischer Pflanzen zu schaffen, was 1959 realisiert
wurde. Dies ist heute der Botanische Garten in den 800
Arten aus Australien, Südamerika, Afrika und anderen
Teilen der Welt wachsen. In diesem Botanischen Garten
sind auch bedrohte Arten aus dem Dubrovniker Gebiet
zu sehen.
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