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Den
schriftlichen Überlieferungen nach zu Folge wurde
Lokrum schon sehr früh, 915 nach Christus, von
zwei brasilianischen Brüdern besiedelt. Man weiß,
dass die Benediktiner diese Insel lange Zeit hüteten
und pflegten. Ihr Kloster, in dessen Besitz die gesamte
Insel war, wird allerdings erst 1023 nach Christus erwähnt.
Bis Mitte des 15. Jahrhunderts betreuten sie sogar ein
Hospital. Die Insel bekam immer mehr uns mehr Ansehen
und somit erhielt der Lokrumer Abt (im Christentum zunächst
ein Einsiedler, der einen anderen in das Mönchsleben
einführt) das Privileg eine Mitra (liturgische
Kopfbedeckung der Bischöfe und Äbte) zu tragen.
Dies ist ein hochgeschätztes Privileg, da sie somit
an zweiter Stelle, direkt nach den Dubrovniker Erzbischöfen
standen. Doch die Residenz der Benediktiner sollte nicht
ewig fortbestehen: 1798 mussten sie ihre Insel endgültig
verlassen, da reiche Zeitgenossen die Insel aufkauften.
Heute sind noch Überreste des Klosterkomplexes
übrig. Die romanisch gotische Basilika aus dem
12. und 13. Jahrhundert, die drei Flügel des Klosters
und dem Glockenturm. Doch es wurde damals ein neues
Kloster errichtet, dessen Bauarbeiten sich das 15. und
16. Jahrhundert erstreckten. Doch leider ist dieses
Kloster heute auch nicht ganz erhalten, da es 1667 beim
großen Erdbeben Schäden erlitt. Der gesamte
West- und Nordflügel wurde zerstört. Verschont
vom Erdbeben wurde allerdings der Rest des Klosters.
Noch heute kann man eine zeitlose und ermahnende Inschrift
auf dem Türsturz lesen:
CONCORDIA.RES.PARUE.CRESCUNT
DISCORIDA.MAXIMAE.DILABUNTUR
(„kleine Dinge wachsen in Einigkeit, die größten
verfallen durch Uneinigkeit“)
Maximilian von Habsburg wurde schließlich Eigentümer
der Insel und machte sie zu seiner Sommerresidenz. Die
Bauarbeiten fingen 1860 im südöstlichen Teil
des neueren Klosterkomplexes an. Das Bauwerk, was dort
entstand war eine Mischung aus mehreren architektonischen
Stilen. Im selben Stil wurde auch das Forsthaus von
Portoc errichtet. Man war sich schon damals dessen bewusst,
dass diese einzelne Zisterne nicht für die Versorgung
der Insel ausreichen würde, da man bedenken musste,
dass nun mehr Gäste auf der Insel beherbergt werden
mussten und die Bewässerung der Pflanzen auch gewisse
Mengen an Wasser beanspruchte. Somit war klar, dass
neue Wasserreservoirs errichtet werden mussten und so
entstand „Das große Wasserreservoir“
und der „Charlottenbrunnen“. Ein weiteres
Wasserreservoir, das „Kleine Wasserreservoir“,
existierte damals auch, stammte aber aus der Zeit, als
die Französische Armee Lokrum umbaute, da damals
für die Franzosen diese Insel von großer
Bedeutung war. So entstand auch das „Fort Royal“.
Später (ab 1830) wurde das „Fort Royal“
aber von der österreichischen Armee weitergenutzt.
Demzufolge nannte man dann auch das Hauptfort, wegen
der österreichischen Besetzung „Maximilianturm“,
wobei dieser mit dem Turm gar nichts zu tun hatte.
Da schon damals die Dubrovniker sehr viel über
ansteckende Krankheiten wussten, wurde von 1534-1557
auf Anforderung des Dubrovniker Senats der Quarantänekomplex
des Lazaretts erbaut zum Schutz vor Seuchen. Der Quarantänekomplex
war sehr groß; er war von einem Doppelwall umgeben
und innen drin befanden sich die Quartiere der Händler,
Seeleute und Reisenden. Das Lazarett war am Ende so
massiv gebaut, dass es aus strategischen Gründen
nicht fertig gestellt wurde. Es wäre unverantwortlich
gewesen, da man dieses Lazarett als Basis für die
Eroberung der Stadt hätte benutzen können.
Doch der Schutz vor Seuchen war trotzdem wichtig und
so wurde vor der Stadt auf Ploce eine Quarantänestation
errichtet, in der sich anreisende 15 Tage lang aufhalten
mussten, (da in diesem Zeitraum eine Krankheit ausbrechen
musste, sofern vorhanden) bis sie in die Stadt gelassen
wurden. Im Jahre 1647 wurde dann ein Teil des Lazaretts
zerstört und das Abrissmaterial für die Verstärkung
der Stadtmauern verwendet.
Auf der Insel befindet sich das sog. „Tritonkreutz“.
Dieser Name ist nicht aus dem einheimischen Wortschatz,
da es den Seeleuten des österreichischen Schiffes
„Triton“ gewidmet ist. Von den 95 Seeleuten
die am 9. Mai auf Bord waren überlebten nur 10.
Auf dem Kreuz sind die Namen der Männer eingemeißelt.
Dieses Kreutz ließ übrigens Maximilian von
Habsburg errichten, der auch diese kaufte. Er war von
dem Augenblick an, an dem der sie sah in sie verliebt
und er kaufte sie auch, wegen der ertrunkenen österreichischen
Seemänner. Die Anlegestelle „Skalica“
ist deshalb auch so sehr berühmt, da an ihr der
König Richard Löwenherz angelegt haben soll,
als er Schutz vor einem Ungewitter suchte. |
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